VARIATIONEN MIT EI

EINE FOLGE

Es gibt im Prinzip nichts Neues mehr an Funktionen, jetzt kommen noch zwei Folgen, etwas komplexer, etwas wilder. Das Ergebnis ist allerdings abhängig von Deinen künstlerischen Impulsen. Mach was draus! Ich bin sehr gespannt.

FRAGEN???

Wir haben nun viele Funktionen und viele Übungen gemacht. Alles zu erläutern, was das Programm en Detail bietet, wäre viel zu viel. Es gibt auch so sehr viele spezifische Funktionen, die ich selbst noch nicht kenne. Je eigenwilliger die Funktionen werden, je seltener benötigt man sie. Wenn für Dich allerdings noch wichtige Punkte offengeblieben sind, teile mir das gerne mit. Ggf. kann ich sie dann beim nächsten Mal noch erläutern.

DIE ÜBUNG

Die Übung ist technisch recht vielseitig. Sie kann trotz der vielen Vorgaben, allerdings nur dann gelingen, wenn Du Dein eigenes und komplettes künstlerisches Potential auch anwendest. Das gilt übrigens für jede künstlerische Auseinandersetzung

SCHRITT1

Die neue Seite und das Foto

Der erste Schritt ist ein leichter. Das der Mail anheftende Foto ist der Ausgangspunkt für die Übung. Bringe es in das Fotoprogramm Deines iPads.

Öffne auf PROCREATE eine neue Seite, gerne DinA4, und füge das Frühstücksfoto ein, so groß wie möglich, so dass es das ganze Blatt bedeckt, also etwas über den Rand hinaus.

SCHRITT2

Schnippschnapp und etwas Lindgrün

Schneide den Tisch und den Hintergrund komplett aus. Diese beiden Areale sollten also gar nicht mehr sichtbar sein. Arbeite sehr fein und sehr genau. Und lass alles andere stehen. Gib dem Hintergrund ein helles, sehr zartes Lindgrün.

SCHRITT3

Die Verdopplung der Spiegeleier

Gehe in die „Ausschneidefunktion“. Umrande beide Spiegeleier. Da sie allerdings einen Zwischenraum haben, musst Du dort einen kleinen Steg einbauen. Wenn Du sie umrandet hast, gehe unter dem Schraubenschlüssel auf „Kopieren“.

SCHRITT4

Spiegeleier einfügen

Öffne eine neue Ebene und gehe unter dem Schraubenschlüssel auf „Einfügen“. So hast Du eine eigene Ebene für die Spiegeleier. Deaktiviere diese Ebene erstmal. Derzeit brauchst Du sie noch nicht, dann muss sie auch nicht sichtbar sein. (Ebenenliste – Das Häkchen aus dem Kästchen dieser Ebene entfernen)

SCHRITT5

Desweiteren das Messer

Mach das gleiche mit dem Messer. Achte darauf, dass Du auf der Fotoebene bist, gehe auf die Ausschneidefunktion, umrande das kompletteste der Messer mit der gestrichelten Linie, gehe auf den Schraubenschlüssel, klicke auf „Kopieren“. Öffne eine neue Ebene. Klicke auf den Schraubenschlüssel, anschließend auf „Einfügen“ et Voilá! Das Messer befindet sich auf der neuen Ebene.

Auch diese Ebene benötigen wir vorerst nicht, deshalb deaktiviere auch diese.

SCHRITT6

Alles Weiße Weiß

Öffne zuerst wieder eine neue Ebene! – Alles was auf dem Foto weiß ist, male oder zeichne vollflächig weiß aus. Ignoriere dabei die ganzen Schatten und Verläufe. Beispiel: Du weißt, der Teller ist weiß! Also sollte er komplett weiß sein, egal ob es Schatten und Grautöne gibt. So verfahre mit allen weißen Elementen auf dem Foto.

SCHRITT7

Spiegeleier, Flasche und Cappucino

Wieder benötigst Du eine neue Ebene. Nun übermale die Spiegleier, den Cappucino ( nur den Tasseninhalt) und die Flasche, so differenziert und flächig, wie letztes Mal die Hand. Gehe immer wieder auf den Farbsucher, um jede Farbe auch in möglichst vielen Nuancen abzubilden.

SCHRITT8

Die Messerebene

Gehe in die Ebenenliste und aktiviere die Ebene mit dem einzelnen Messer.

SCHRITT9

Duplizieren und Plazieren

Dupliziere diese Ebene, gehe auf „markieren“ (der schräge Pfeil oben links) und plaziere das Messer wo Du möchtest, ohne es zu vergrößern oder zu verkleinern. Diese Plazierung sollte aus rein kompositorischen Gründen erfolgen, es muss oder sollte kein realistischer Bezug da sein.

SCHRITT10

5 neue Messer

Dupliziere die Messerebene in der Ebenenliste noch 5x.

SCHRITT11

5x Schritt 9

Wiederhole Schritt 9 mit jedem Messer, so dass ein eindrucksvolles kompositorisches Gesamtbild entsteht. Du merkst, dass die künstlerische Qualität einer solchen Arbeit mehr und mehr von Deiner künstlerischen Idee abhängt und immer weniger von dem Programm oder der gesetzten Reihenfolge.

SCHRITT1 2

3 Spiegeleierebenen

Aktiviere die Spiegeleierebene wieder und dupliziere sie 3x. Setze die drei Ebenen ganz nach oben in der Ebenenliste.

SCHRITT13

Die Spiegeleierplatzierung

Vergrößere alle drei Spiegeleier und platziere sie hintereinander durch Verschieben und Verdrehen. Der Rest des Bildes wird in diesem Moment zwangsläufig durch diese drei Ebenen stark überlagert. Das ist in dieser Phase durchaus gewollt.

SCHRITT1 4

Verwirbelte Eier

Nimm Dir eine Eierebene vor und verflüssige sie durch die Wirbelfunktion.

SCHRITT15

Transparente Eier

Eine Eierebene mach transparenter.

SCHRITT1 6

Verflüssigte Eier

Die dritte Eierebene verflüssige über die „Verschiebefunktion.

SCHRITT17

Rauschende Eier

Die vierte Eierebene lasse „rauschen“.

SCHRITT1 8

Das schwarze Punktraster

Schaffe eine neue Ebene und überziehe sie komplett mit einem schwarzen großgepunkteten Punktraster. Anschließend schiebe diese Ebene ganz nach unten.

SCHRITT19

RauscheEier nach Vorne

Gebe allen Eierebenen einen neuen Platz in der Ebenenliste. Lass lediglich die rauschenden Eier ganz oben. Die anderen Eierebenen versuche in der Ebenenliste so unterzubringen, dass sie dem Bild „guttun“. Probiere viel aus, bevor Du Dich endgültig entscheidest.

SCHRITT20

Schwarze RauscheEier

Bestimme in Deinem Farbkreis die Farbe Schwarz und ziehe diese Farbe auf die obersten Spiegeleier, wieder und wieder, bis dass die Dunkelheit für Dich passt, ggf. gehe auch wieder 1-2 Schritte zurück.

SCHRITT21

Das ImpactEi

Schreibe das Wort „ei“ mit der Schrift IMPACT in einer Farbe Deiner Wahl, setze die Schrift so groß, dass in jedem der dunklen Spiegeleier ein Buchstabe auftaucht.

REFLEKTION

Dieses Mal war es etwas voll und das ganz bewusst, um Dir klarzumachen, es hängt alles davon ab, welche künstlerische Idee Du beim Arbeiten entwickelst. Jede Folge kann super werden, und jede Folge nicht so gut.

  1. Wie würdest Du die entstandene Arbeit beurteilen? Hat sie eine Ordnung oder eher nicht? Falls ja, wodurch entsteht die Ordnung?

  2. Was bewirkt das massive große Spiegelei im Vordergrund? Wie würde sich das Bild kompositorisch und inhaltlich verändern, wenn das große Spiegelei nicht da wäre?

  3. Was hättest Du persönlich gerne ganz anders gemacht und was hättest Du Dir davon erhofft?

Habe eine wunderschöne Zeit – Stephan